
Immobilienpreise Wien 2026: Quadratmeterpreise für Wohnung, Haus und Grund nach Bezirk
Angebotspreise aus dem immohelfer-Modell · 23 Bezirke · Stand September 2026
Durchschnittspreise Wien
- Wohnung
- 5.826€/m²
- Haus
- 6.450€/m²
- Grundstück
- 1.192€/m²
Foto: Pierre Blaché, CC0 (Wikimedia Commons)
Preise nach Bezirk
Die Karte zeigt den Wohnungspreis je Bezirk, die Tabelle lässt sich sortieren. Werte in € pro m², der Balken zeigt den Wohnungspreis im Verhältnis zur teuersten Lage.
Bezirksgrenzen: Datenquelle: Stadt Wien – data.wien.gv.at (Bezirksgrenzen Wien), Lizenz CC BY 4.0, vereinfacht.
| ± Ø | ||||
|---|---|---|---|---|
| Innere Stadt1010 | 14.500 | +149 % | nicht verfügbar | nicht verfügbar |
| Neubau1070 | 7.000 | +20 % | nicht verfügbar | nicht verfügbar |
| Wieden1040 | 6.900 | +18 % | nicht verfügbar | nicht verfügbar |
| Josefstadt1080 | 6.800 | +17 % | nicht verfügbar | nicht verfügbar |
| Döbling1190 | 6.800 | +17 % | 8.500 | 2.000 |
| Alsergrund1090 | 6.500 | +12 % | nicht verfügbar | nicht verfügbar |
| Währing1180 | 6.500 | +12 % | 9.000 | 1.800 |
| Mariahilf1060 | 6.100 | +5 % | nicht verfügbar | nicht verfügbar |
| Hietzing1130 | 6.100 | +5 % | 7.800 | 1.650 |
| Landstraße1030 | 5.700 | -2 % | nicht verfügbar | nicht verfügbar |
| Leopoldstadt1020 | 5.500 | -6 % | nicht verfügbar | nicht verfügbar |
| Margareten1050 | 5.100 | -12 % | nicht verfügbar | nicht verfügbar |
| Hernals1170 | 5.100 | -12 % | 7.000 | 1.400 |
| Penzing1140 | 5.000 | -14 % | 6.600 | 1.000 |
| Ottakring1160 | 4.800 | -18 % | 6.500 | 1.100 |
| Donaustadt1220 | 4.800 | -18 % | 5.600 | 1.000 |
| Liesing1230 | 4.800 | -18 % | 5.800 | 1.050 |
| Meidling1120 | 4.500 | -23 % | 5.800 | 1.050 |
| Brigittenau1200 | 4.500 | -23 % | nicht verfügbar | nicht verfügbar |
| Rudolfsheim-Fünfhaus1150 | 4.400 | -24 % | nicht verfügbar | nicht verfügbar |
| Floridsdorf1210 | 4.400 | -24 % | 5.200 | 850 |
| Favoriten1100 | 4.100 | -30 % | 4.800 | 750 |
| Simmering1110 | 4.100 | -30 % | 4.800 | 650 |
Stand September 2026. Angebotspreise aus dem immohelfer-Modell, Richtwerte je Lage. Datengrundlage und Methodik
Amtliche Preisvergleiche
Die folgenden Werte sind amtliche Transaktionsstatistiken aus abgeschlossenen Kaufverträgen, keine aktuellen Angebotspreise und kein Wert einer einzelnen Immobilie. Sie stehen getrennt neben der Modellschätzung oben.
Haus
Q15.376 EUR/m² Wohnfläche
Häuser in Wien: Median 2025
Details
- Gebiet:
- Wien (Bundesland)
- Kennzahl:
- Median der Kaufpreise
- Zeitbezug:
- Bezugsjahr 2025; Transaktionsfenster in der Quelle nicht je Zelle ausgewiesen
Amtlich ausgewiesen: Median der Kaufpreise für Häuser in Wien 5.376 EUR/m² Wohnfläche, Bezugsjahr 2025 [Q1].
- Unterschiede zwischen Jahren können auch auf andere verkaufte Objekte zurückgehen.
- Euro je m² Wohnfläche; Grundstücksanteil nicht zusätzlich addieren.
Wohnung
Q15.212 EUR/m² Wohnfläche
Eigentumswohnungen in Wien: Median 2025
Details
- Gebiet:
- Wien (Bundesland)
- Kennzahl:
- Median der Kaufpreise
- Zeitbezug:
- Bezugsjahr 2025; Transaktionsfenster in der Quelle nicht je Zelle ausgewiesen
Amtlich ausgewiesen: Median der Kaufpreise für Eigentumswohnungen in Wien 5.212 EUR/m² Wohnfläche, Bezugsjahr 2025 [Q1].
- Unterschiede zwischen Jahren können auch auf andere verkaufte Objekte zurückgehen.
- Euro je m² Wohnfläche; Grundstücksanteil nicht zusätzlich addieren.
Grundstück
Q1799 EUR/m² Grundfläche
Baugrundstücke in Wien: geometrisches Mittel 2025
Details
- Gebiet:
- Wien (Bundesland)
- Kennzahl:
- Geometrisches Mittel der Kaufpreise
- Zeitbezug:
- Bezugsjahr 2025; Transaktionsfenster in der Quelle nicht je Zelle ausgewiesen
Veröffentlichtes geometrisches Mittel für Baugrundstücke in Wien: 799 EUR/m² Grundfläche, Bezugsjahr 2025 [Q1].
Im Vergleich
| Objektart | Wien | Österreich |
|---|---|---|
| Eigentumswohnung | 5.212 EUR/m² WohnflächeMedian der Kaufpreise 2025 V1 | 4.162 EUR/m² WohnflächeMedian der Kaufpreise 2025 V1 |
| Haus | 5.376 EUR/m² WohnflächeMedian der Kaufpreise 2025 V1 | 2.836 EUR/m² WohnflächeMedian der Kaufpreise 2025 V1 |
| Baugrundstück | 799 EUR/m² GrundflächeGeometrisches Mittel der Kaufpreise 2025 V1 | 135 EUR/m² GrundflächeGeometrisches Mittel der Kaufpreise 2025 V1 |
- V1: SonderauswertungImmobilienDurchschnittspreise.ods, STATISTIK AUSTRIA. Nutzungsrecht: urheberrechtlich geschützte Daten, Weiterverwendung mit Genehmigung des Herausgebers; keine CC-BY-Lizenz. STATISTIK AUSTRIA; Inhalte bearbeitet (Auswahl und Aufbereitung).
Wie diese Werte zu lesen sind
Diese Seite fasst Wien als Bundesland zusammen. Die Kennzahlen beschreiben die gesamte Region; sie sind weder ein Preis für eine einzelne Gemeinde darin noch eine Bewertung einer einzelnen Immobilie.
Die Kennzahlen und Preisvergleiche beziehen sich auf die jeweils ausdrücklich genannte Region; sie sind keine Schätzung für eine einzelne Immobilie.
Amtliche Vergleichswerte und Modellschätzung beruhen auf unterschiedlichen Methoden, Zeitbezügen und Objektmengen. Eine Abweichung zwischen beiden ist kein gemessener Schätzfehler.
Wien in Zahlen
Mehr Ortsdaten und Hinweise
Pendeln und Arbeitsstätten
Bauperioden aller Gebäude
Zahl der Gebäude: 186.438 · Stand 1.1.2026 · Q3
- vor 191930.506 (16 %)
- 1919-194423.120 (12 %)
- 1945-196018.825 (10 %)
- 1961-197018.514 (10 %)
- 1971-198015.001 (8 %)
- 1981-199016.519 (9 %)
- 1991-20006.386 (3 %)
- 2001-20054.660 (2 %)
- 2006-20107.764 (4 %)
- 2011-20157.215 (4 %)
- 2016-20207.908 (4 %)
- 2021-20258.778 (5 %)
- unbekannt21.242 (11 %)
Wohnungen nach Wohnfläche
Zahl der Wohnungen: 1.133.309 · Stand 1.1.2026 · Q3
- unter 45m²221.421 (20 %)
- 45 bis unter 60m²255.570 (23 %)
- 60 bis unter 75m²219.824 (19 %)
- 75 bis unter 90m²190.722 (17 %)
- 90 bis unter 120m²145.078 (13 %)
- 120 bis unter 150m²51.964 (5 %)
- 150m² bis unter 200m²20.349 (2 %)
- 200m² und mehr11.762 (1 %)
- unbekannt16.619 (1 %)
Wohnungen nach Raumzahl
Zahl der Wohnungen: 1.133.309 · Stand 1.1.2026 · Q3
- 1 Wohnraum116.102 (10 %)
- 2 Wohnräume230.283 (20 %)
- 3 Wohnräume323.466 (29 %)
- 4 Wohnräume265.792 (23 %)
- 5 Wohnräume105.463 (9 %)
- 6 und mehr Wohnräume61.122 (5 %)
- Wohnungen mit unbekannter Anzahl an Wohnräumen31.081 (3 %)
Zur Einordnung
- Die Bestandsdaten beschreiben das Gebiet; sie messen keinen Preisaufschlag für ein einzelnes Objekt.
- Gebäude- und Wohnungsregister (2026) und registerbasierte Haushaltsstatistik (2024) haben unterschiedliche Stichtage und Definitionen.
- Bauperiode ist nicht der letzte Sanierungszeitpunkt.
- Die Auspendlerquote ist keine Angabe zur Fahrzeit oder Qualität der Verkehrsanbindung.
Diese Angaben beschreiben die Datenlage in Wien. Was eine bestimmte Immobilie wert ist, hängt von Lage im Ort, Zustand, Ausstattung, Grundriss und Grundstück ab und lässt sich aus Gebietskennzahlen nicht ableiten.
Hinweise zu den Daten
- Registerbestand aus dem Gebäude- und Wohnungsregister (GWR), keine Gebäude- und Wohnungszählung (GWZ).
- Registerbasierte Statistik; kleine Fallzahlen können durch Record Swapping beeinflusst sein.
- Anteil an aktiv Erwerbstätigen am Wohnort; keine Messung von Fahrzeit oder ÖV-Erreichbarkeit. Für Wien nicht ungeprüft als Auspendeln über Bezirksgrenzen interpretieren.
Methodik und Quellen (6 Quellen)
Die Quadratmeterpreise sind die Modellschätzung von immohelfer für Wien (Stand September 2026); amtliche Vergleichswerte und Ortsdaten stammen von STATISTIK AUSTRIA.
Stichtag und Quelle stehen bei jeder Kennzahl; fehlende Werte bleiben leer und sind kein Preis von 0 Euro.
Quellen
- Q1
SonderauswertungImmobilienDurchschnittspreise.ods · STATISTIK AUSTRIA
Veröffentlichung 28.5.2026 · Abruf 22.9.2026
STATISTIK AUSTRIA; Inhalte bearbeitet (Auswahl und Aufbereitung). Nutzungsrecht: urheberrechtlich geschützte Daten, Weiterverwendung mit Genehmigung des Herausgebers; keine CC-BY-Lizenz. Rechtlicher Hinweis des Herausgebers
- Q2
Abgestimmte Erwerbsstatistik 2024 – Gemeindeergebnisse, Gebietsstand 2026 · STATISTIK AUSTRIA
Bezug/Stichtag 31.10.2024 · Veröffentlichung 9.6.2026 · Abruf 22.9.2026
STATISTIK AUSTRIA; Inhalte bearbeitet (Auswahl und Aufbereitung). Nutzungsrecht: urheberrechtlich geschützte Daten, Weiterverwendung mit Genehmigung des Herausgebers; keine CC-BY-Lizenz. Rechtlicher Hinweis des Herausgebers
- Q3
Gebäude- und Wohnungsregister, Datenstand 2026-01-01 · STATISTIK AUSTRIA
Bezug/Stichtag 1.1.2026 · Erstellung 2.7.2026 · Abruf 22.9.2026
STATISTIK AUSTRIA; Inhalte bearbeitet (Auswahl, Normalisierung und gegebenenfalls Berechnung). Nutzungsrecht: urheberrechtlich geschützte Daten, Weiterverwendung mit Genehmigung des Herausgebers; keine CC-BY-Lizenz. Rechtlicher Hinweis des Herausgebers
- Q4
Bevölkerungsstand zu Jahresbeginn 2021 · STATISTIK AUSTRIA
Bezug/Stichtag 1.1.2021 · Abruf 22.9.2026
Datenquelle: Statistik Austria - data.statistik.gv.at Lizenz: CC BY 4.0. Lizenztext
- Q5
Bevölkerungsstand zu Jahresbeginn 2025 · STATISTIK AUSTRIA
Bezug/Stichtag 1.1.2025 · Abruf 22.9.2026
Datenquelle: Statistik Austria - data.statistik.gv.at Lizenz: CC BY 4.0. Lizenztext
- Q6
Bevölkerungsstand zu Jahresbeginn 2026 · STATISTIK AUSTRIA
Bezug/Stichtag 1.1.2026 · Abruf 22.9.2026
Datenquelle: Statistik Austria - data.statistik.gv.at Lizenz: CC BY 4.0. Lizenztext
Wien ist unter den Bundesländern der teuerste Wohnungsmarkt Österreichs – nur Vorarlberg und Tirol kommen der Bundeshauptstadt nahe – und gleichzeitig der mit den größten Unterschieden. Zwischen der Inneren Stadt und Simmering liegen beim Quadratmeterpreis für Eigentumswohnungen mehrere tausend Euro. Wer eine Immobilie in der Hauptstadt besitzt, braucht deshalb keine Wien-Zahl, sondern die Zahl für sein Grätzl, seine Lage, sein Objekt. Hier findest du die aktuellen Immobilienpreise für alle 23 Wiener Bezirke: die Angebotspreise aus dem immohelfer-Modell (Stand September 2026), die amtlichen Kaufpreise der Statistik Austria und eine Einordnung, was die Zahlen für deine Entscheidung bedeuten.
Die aktuellen Immobilienpreise in Wien: Quadratmeterpreise in Euro im Überblick
Die Tabelle oben zeigt die Angebotspreise pro Quadratmeter für alle Wiener Bezirke – getrennt nach Eigentumswohnung, Haus und Grundstück. Die Werte stammen aus dem immohelfer-Preismodell, das auf Angebotsdaten für Wohnimmobilien in ganz Österreich aufbaut und regelmäßig aktualisiert wird. Sie sind Richtwerte für die Lage, kein Preis für ein konkretes Objekt.
Wichtig für die Einordnung: Angebotspreise sind das, was Verkäufer verlangen. Der Kaufpreis ist das, was tatsächlich bezahlt und im Grundbuch erfasst wird. Beide Zahlen sind richtig, sie messen nur Unterschiedliches. Deshalb findest du auf dieser Seite beides – das Modell für die Bezirke und die amtlichen Werte der Statistik Austria für ganz Wien.
Beliebte Bezirke und günstige Lagen: Wo die Nachfrage in Wien am höchsten ist
Kein anderer Markt in Österreich hat so große Preisunterschiede auf so engem Raum. Die Innere Stadt rund um Kärntner Straße und Graben ist eine eigene Welt: Altbau, Botschaften, Hotels, kaum neuer Wohnraum – hier liegt der Preis pro Quadratmeter bei Eigentumswohnungen oft über 10.000 Euro und zählt zu den höchsten des Landes. Dahinter folgen die bürgerlichen Lagen innerhalb des Gürtels und die Villenlagen im Westen und Norden.
Die teuersten Lagen
Innere Stadt, Wieden, Josefstadt, Neubau, Alsergrund und Döbling bilden die Spitze. Was sie gemeinsam haben: viel gründerzeitlicher Altbau, kurze Wege ins Zentrum, gute Infrastruktur und wenig freie Fläche für Neubau. In Döbling und Währing kommen Villen und Einfamilienobjekte mit Garten dazu – entsprechend hoch sind dort auch die Haus- und Grundstückspreise. Hietzing gehört mit Schönbrunn und dem Lainzer Tiergarten ebenfalls zu den beliebten Lagen.
Mittlere Lagen innerhalb und am Gürtel
Landstraße, Mariahilf, Margareten und Leopoldstadt liegen im oberen Mittelfeld. Hier hat sich in den letzten Jahren viel bewegt: Neubauprojekte am Hauptbahnhof, die Entwicklung rund um den Prater und die Nähe zum Zentrum haben die Nachfrage steigen lassen. Hernals, Penzing und Ottakring sind die klassischen Aufholer am Gürtel – gute Anbindung, viel Altbau, noch unter dem Wiener Schnitt und für Eigennutzung attraktiv.
Die günstigsten Lagen
Favoriten, Simmering, Floridsdorf, Rudolfsheim-Fünfhaus, Meidling und Brigittenau haben die niedrigsten Quadratmeterpreise. Günstig heißt nicht uninteressant: Favoriten ist der bevölkerungsreichste Teil Wiens, Donaustadt und Floridsdorf haben die meisten Neubauflächen. Wer hier Eigentum besitzt, hat in den letzten zehn Jahren einen Zuwachs verzeichnet, der prozentual oft über dem der Innenbezirke lag.
Klick in der Tabelle auf deinen Bezirk: Dort findest du die Bezirksseite mit allen Details – Bauperioden, Wohnungsgrößen, Pendlerdaten und das Bewertungs-Widget für deine Adresse.
Amtliche Kaufpreise: Was Statistik Austria für Wien registriert
Die Statistik Austria wertet die tatsächlichen Kaufverträge aus. Für Wien lag der Median 2025 bei 5.212 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche für Eigentumswohnungen und 5.376 Euro für Häuser. Baugrundstücke kamen im geometrischen Mittel auf 799 Euro pro Quadratmeter Grundfläche.
Der Unterschied zu den Angebotspreisen oben hat drei Gründe. Erstens der Zeitbezug: Kaufverträge werden mit Verzögerung erfasst, Angebote zeigen den Markt von heute. Zweitens der Verhandlungsabschlag: In Wien wird zwischen Inserat und Unterschrift verhandelt, in schwächeren Phasen deutlich. Drittens der Mix: Im Median stecken alle verkauften Wohnungen, also auch sanierungsbedürftige Objekte, die in Angeboten seltener sichtbar sind. Für deine Immobilie heißt das: Der Angebotspreis deines Bezirks ist der Rahmen, der amtliche Kaufpreis ist der Realitätscheck.
Preisentwicklung: Wie sich der Wiener Immobilienmarkt zuletzt entwickelt hat
Nach dem Preisanstieg bis 2022 kam mit den gestiegenen Zinsen und den strengeren Regeln für die Finanzierung die Korrektur. Die Nachfrage ging zurück, das Angebot stieg, und die Preise gaben in vielen Lagen nach – am stärksten bei Neubau und in den Außenbezirken. Seit 2024 hat sich der Wohnungsmarkt stabilisiert: Die Zinsen sind gesunken, die Kreditregeln wurden gelockert, und die Zahl der Kaufverträge liegt wieder über dem Vorjahr. Gleichzeitig wurde in Wien zuletzt deutlich weniger neu gebaut – das verknappt den Wohnraum und stützt die Preise langfristig. Eine Preissteigerung wie in den Boomjahren ist daraus aber nicht abzuleiten.
Für Eigentümer ist entscheidend: Der Anstieg und die Korrektur waren nicht einheitlich. Gut sanierte Altbauwohnungen in den Innenbezirken haben kaum verloren, unsanierte Objekte mit schlechter Energiebilanz oder in lauter Lage mussten Abschläge hinnehmen. Die Zahl für deine Lage sagt dir, wo der Markt steht – nicht, wo deine Wohnung steht.
Was den Wert einer Immobilie in Wien bestimmt
Die Bezirkszahl ist nur der Anfang. Innerhalb eines Grätzls kann der Preis pro Quadratmeter um 30 Prozent und mehr schwanken. Diese Faktoren machen in Wien den Unterschied:
- Mikrolage: Ruhige Seitengasse oder Hauptstraße, Nähe zur U-Bahn, Blick in den Innenhof oder auf die Straße – in Wien oft wichtiger als die Bezirksgrenze.
- Bauperiode und Zustand: Gründerzeit-Altbau mit hohen Räumen ist gefragt, aber nur saniert. Nachkriegsbauten aus den 1950er- bis 1970er-Jahren verkaufen sich unter dem Bezirksschnitt, wenn Fassade, Fenster und Heizung nicht erneuert wurden.
- Energie und Heizung: Gasetagenheizung, Fernwärme oder Wärmepumpe – seit den gestiegenen Energiekosten und der Diskussion um das Heizungsgesetz ein echter Preisfaktor.
- Freiflächen: Balkon, Terrasse, Loggia oder Garten bringen in Wien einen klaren Aufschlag, in den dicht bebauten Innenbezirken besonders.
- Stockwerk und Lift: Dachgeschoss mit Lift top, viertes Stockwerk ohne Lift ein Abschlag.
- Rechtliches: Wohnrecht, Mietverträge mit Altmietern, Befristungen oder Eigentumsanteile in der Erbengemeinschaft drücken den erzielbaren Preis – manchmal deutlich.
Verkaufen, vermieten oder behalten: Was die Preise für deine Entscheidung heißen
Hohe Quadratmeterpreise sind nur dann ein Grund zu verkaufen, wenn das Geld woanders mehr bringt oder die Immobilie nicht mehr zum Leben passt. Wer in Wien vermietet, bewegt sich im Richtwert- und Kategoriemietrecht des Mietrechtsgesetzes – gerade bei Altbau ist die erzielbare Miete gesetzlich begrenzt, was die Rendite im Vergleich zu anderen Bundesländern drückt. Wer sich für den Verkauf entscheidet, sollte die Immobilienertragsteuer einkalkulieren, vor allem bei Objekten, die vor 2002 gekauft wurden: Ab 2027 steigt hier die Steuer. Und wer behält, sollte wissen, was die Wohnung heute wert ist – als Basis für Sanierungsentscheidungen, Übergabe an die Kinder oder die Aufteilung in der Familie. Auch die laufenden Wohnkosten gehören in diese Rechnung: Betriebskosten, Rücklage und Energie machen bei älteren Gebäuden einen spürbaren Unterschied.
Egal welcher Weg: Die erste gute Entscheidung ist, den Wert zu kennen. Die Online-Einschätzung von immohelfer gibt dir in zwei Minuten eine Preisspanne für deine Adresse, kostenlos und ohne Verpflichtung. Auf Wunsch empfehlen wir dir einen geprüften Makler, der dein Grätzl kennt und vergleichbare Objekte betreut hat.
Häufige Fragen zu den Immobilienpreisen in Wien
Was kostet eine 80-Quadratmeter-Eigentumswohnung in Wien durchschnittlich?
Beim Wiener Durchschnitt von 5.826 Euro pro Quadratmeter rund 466.000 Euro. In der Inneren Stadt ist es ein Vielfaches, in Simmering oder Favoriten deutlich weniger. Die Spanne zwischen den Bezirken ist in Wien größer als in jeder anderen österreichischen Stadt.
Wie unterscheiden sich die Immobilienpreise in den Wiener Bezirken?
Grob in drei Gruppen: die Innenbezirke innerhalb des Gürtels plus Döbling, Währing und Hietzing an der Spitze; Landstraße, Leopoldstadt, Mariahilf, Margareten und die Gürtelbezirke im Mittelfeld; Favoriten, Simmering, Floridsdorf, Rudolfsheim-Fünfhaus, Meidling und Brigittenau mit den niedrigsten Preisen – wobei die Außenbezirke die meisten Neubauwohnungen und Einfamilienhäuser haben.
Werden die Immobilienpreise in Wien 2026 fallen?
Nach der Korrektur 2023 und 2024 hat sich der Markt stabilisiert. Die Zinsen sind gesunken, die Nachfrage zieht an, und es wird deutlich weniger neu gebaut. Ein breiter Preisrückgang ist unter diesen Bedingungen unwahrscheinlich, große Sprünge nach oben aber auch. Entscheidend bleibt das einzelne Objekt: Gut sanierte Wohnungen in guter Lage halten ihren Wert, unsanierte Objekte mit schlechter Energiebilanz bleiben unter Druck.
Warum unterscheiden sich Angebotspreise und amtliche Kaufpreise?
Angebotspreise zeigen, was Verkäufer heute verlangen. Die amtlichen Kaufpreise der Statistik Austria zeigen, was in registrierten Kaufverträgen tatsächlich bezahlt wurde – mit Zeitverzögerung und inklusive Verhandlungsabschlag. Für eine realistische Einschätzung brauchst du beides.
Was ist meine Wohnung in Wien wirklich wert?
Der Bezirksdurchschnitt ist der Startpunkt, nicht die Antwort. Stockwerk, Zustand, Energie, Freiflächen und Rechtslage verschieben den Wert nach oben oder unten. Die kostenlose Online-Einschätzung von immohelfer berücksichtigt deine Adresse und die Eckdaten deiner Wohnung und zeigt dir eine Preisspanne. Für den genauen Wert braucht es einen Makler, der die Wohnung besichtigt.